- Text : Marketing der ALH Gruppe
- Lesedauer : 3 Minuten
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie real dieses Risiko ist:
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2025 gab es in Deutschland mehr als 2,5 Mio. Unfälle im Straßenverkehr
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Dabei verletzten sich rund 366.000 Verkehrsteilnehmer
(Quelle: Statistisches Bundesamt, 2026)
Doch hinter diesen Zahlen steckt ein entscheidender Unterschied: Nicht alle Verkehrsteilnehmer tragen das gleiche Risiko. Während Autofahrer durch Airbags und Karosserie geschützt sind, sind Fahrrad- und Motorradfahrer im Ernstfall nahezu ungeschützt. Ein Sturz oder Zusammenstoß hat hier oft deutlich schwerere Folgen.
Unfall im Straßenverkehr: Wer zahlt – und wer nicht?
Viele gehen davon aus, im Ernstfall abgesichert zu sein. Doch tatsächlich greift die gesetzliche Unfallversicherung nur in sehr begrenzten Situationen:
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bei Arbeitsunfällen
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auf dem direkten Weg zur Arbeit
Was nicht abgesichert ist:
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die Motorradtour am Wochenende
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die Fahrradrunde nach Feierabend
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die Urlaubsfahrt
Genau dort, wo die meisten Unfälle passieren, besteht also häufig kein Schutz. Mehr zu den Lücken der gesetzlichen Absicherung finden Sie im Artikel: Was ist eine private Unfallversicherung – und wann ist sie sinnvoll?
Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Punkt, der oft missverstanden wird: die Rolle der Haftpflichtversicherung.
Die Kfz-Haftpflichtversicherung (bzw. auch die private Haftpflicht beim Fahrradfahren) übernimmt Schäden, die Sie anderen zufügen – etwa Reparaturkosten, Schmerzensgeld oder Behandlungskosten des Unfallgegners. Was sie jedoch nicht abdeckt: Ihre eigenen Verletzungen und deren finanzielle Folgen.
Wie die private Unfallversicherung nach einem Unfall hilft
Die private Unfallversicherung schützt Sie nach einem Fahrrad- oder Motorradunfall finanziell – etwa bei Invalidität, Krankenhausaufenthalten oder dauerhaften Einschränkungen. Sie greift weltweit und rund um die Uhr, auch bei Freizeitunfällen.
Ein Unfall ist definiert als ein plötzliches, von außen auf den Körper unfreiwillig wirkendes Ereignis, das zu einer Gesundheitsschädigung führt – also genau das, was bei Fahrrad- und Motorradunfällen typischerweise passiert.
Beispiel
Bei einer Motorradtour wird Ihnen die Vorfahrt genommen und Sie werden angefahren. Dabei erleiden Sie Frakturen am Unterarm und Oberschenkel und müssen zwei Wochen stationär behandelt werden.
Welche Kosten sind nach einem Unfall möglich?
Ein Unfall endet nicht mit der Behandlung im Krankenhaus. Oft beginnen die eigentlichen Herausforderungen erst danach. Typische finanzielle Belastungen sind:
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Rehabilitationsmaßnahmen und Therapien
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Umbau von Wohnung oder Fahrzeug
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Anschaffung von Hilfsmitteln (z. B. Prothesen)
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Unterstützung im Alltag
Typische Leistungen nach einem Fahrrad- oder Motorradunfall
Nach einem Unfall können verschiedene Leistungen greifen:
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Einmalige Kapitalzahlung bei dauerhafter Invalidität
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Monatliche Unfallrente ab einem Invaliditätsgrad über 50 %
Die Alte Leipziger bietet Leistungen, die über die reine Invaliditätszahlung hinausgehen.
Dazu zählen unter anderem im Tarif Comfort:
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Bergungskosten: Sollte man im In- oder Ausland in einen Unfall verwickelt sein, werden die Bergungs- und Rückreisekosten übernommen (1 Mio. €).
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Gipsgeld: Bei Knochenbrüchen oder Bänderrissen ist eine finanzielle Entschädigung vorgesehen (1.000 € Gipsgeld).
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Haushaltshilfe: Sollte man nach einem Unfall im Haushalt Unterstützung benötigen, wird diese für bis zu 3 Monate finanziert (bis zu 8 Stunden täglich).
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Erleiden Sie z.B. eine Kopfverletzung, zahlen wir eine zusätzliche Invaliditätsleistung von 10.000 €, wenn Sie zum Unfallzeitpunkt einen Helm getragen haben (Helmbonus)
Schon gewusst:
Unser Paket Sport, Freizeit & Co. bietet besonderen Schutz für Ihre Aktivitäten.
Zum PaketUnfallrisiko im Straßenverkehr – unabhängig von Erfahrung oder Fahrkönnen
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Fahranfänger unterschätzen häufig Geschwindigkeit und Kurven
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Erfahrene Fahrer überschätzen sich oder reagieren zu spät
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Andere Verkehrsteilnehmer übersehen Motorräder und Fahrräder oft
Zusätzlich sind Fahrradfahrer besonders gefährdet, da sie:
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weniger sichtbar sind
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keinen Schutz durch eine Karosserie haben
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häufiger in Kreuzungssituationen betroffen sind
So reduzieren Sie Ihr Unfallrisiko
Auch wenn sich Unfälle nicht komplett vermeiden lassen, kann das Risiko deutlich gesenkt werden:
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Schutzkleidung und geprüfter Helm (ECE-Norm)
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Reflektierende Kleidung für bessere Sichtbarkeit
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Regelmäßige Fahrtrainings
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Vorausschauendes Fahrverhalten
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Technik-Check vor jeder Fahrt (Bremsen, Reifen, Licht)
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Verzicht auf Alkohol und Fahrten bei Müdigkeit
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Gute Planung von Route, Wetter und Verkehr
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Kopfhörer absetzen
Diese Maßnahmen erhöhen die Sicherheit – ersetzen aber keine finanzielle Absicherung. Denn im Ernstfall entscheidet nicht nur der Unfall selbst, sondern auch, wie gut Sie darauf vorbereitet sind.
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