- Text : Marketing der ALH Gruppe
- Lesedauer : 5 Minuten
Warum ist eine private Unfallversicherung beim Freizeitsport wichtig?
Sport hält fit – ist aber nicht ohne Risiko. Tatsächlich passieren viele Unfälle genau dort, wo wir aktiv sind: in der Freizeit. Fast 80 % aller Unfälle ereignen sich außerhalb von Arbeit und Schule, zum Beispiel beim Sport.
Laut Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) passieren die meisten Sportunfälle in folgenden Disziplinen:

Besonders auffällig: Ballsportarten zählen insgesamt zu den unfallträchtigsten Sportarten, da sie schnelle Richtungswechsel und Körperkontakt kombinieren.
Je nach Sportart treten unterschiedliche Verletzungsmuster auf:
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Ballsportarten wie Fußball oder Handball: Knieverletzungen, Kreuzbandrisse, Bänderdehnungen
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Laufsport: Überlastungsschäden wie Sehnenentzündungen oder Stressfrakturen
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Wintersport: Knochenbrüche, Schulter- und Kopfverletzungen
Was gilt überhaupt als Sportunfall?
Ein Unfall liegt grundsätzlich vor, wenn ein plötzliches Ereignis unfreiwillig von außen auf den Körper einwirkt und dadurch eine Gesundheitsschädigung entsteht. Im Sport bedeutet das zum Beispiel:
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ein Sturz beim Radfahren
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ein Zusammenstoß beim Fußball
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ein Ausrutschen beim Joggen
Schon gewusst: Auch typische Sportverletzungen wie Muskelrisse oder Bänderverletzungen durch erhöhte Kraftanstrengung sind bei der privaten Unfallversicherung der Alte Leipziger eingeschlossen.
Beispiel: Beim Joggen treten Sie in ein Loch und ziehen sich einen Bänderriss (Bandruptur) am Sprunggelenk zu.
Gesetzlicher Schutz: Beim Freizeitsport meist keine Hilfe
Viele gehen davon aus, dass sie automatisch abgesichert sind – das stimmt jedoch nur in bestimmten Situationen. Die gesetzliche Unfallversicherung greift ausschließlich bei:
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beruflichen / schulischen Tätigkeiten
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auf dem Weg zur Arbeit und Schule
Sobald Sie jedoch in Ihrer Freizeit Sport treiben – egal ob alleine, mit Freunden oder spontan im Park – besteht kein gesetzlicher Schutz. Mehr zu den Lücken der gesetzlichen Absicherung finden Sie im Artikel: Was ist eine private Unfallversicherung – und wann ist sie sinnvoll?
Reicht die Krankenversicherung bei einem Sportunfall?
Die Krankenversicherung kümmert sich um die medizinische Versorgung nach einem Unfall. Dazu gehören:
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Arzt- und Behandlungskosten
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Operationen
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Medikamente
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notwendige Rehabilitationsmaßnahmen
Damit ist die akute Versorgung sichergestellt. Doch genau hier endet der Schutz häufig.
Was viele unterschätzen: Ein Sportunfall kann langfristige finanzielle Folgen haben, die die Krankenversicherung nicht abdeckt. Dazu zählen unter anderem:
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keine Unterstützung bei Umbauten (z. B. Wohnung)
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keine Leistungen für Hilfsmittel über das medizinisch Notwendige hinaus
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keine Unterstützung im Alltag wie zum Beispiel im Haushalt
Beispiel:
Sie stürzen beim Mountainbiken schwer und erleiden eine gebrochene Schulter inkl. schwerer Beinfraktur. Die Operation und die medizinische Behandlung werden von der Krankenversicherung übernommen. Doch wenn Sie anschließend dauerhaft in Ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, muss Ihre Wohnsituation angepasst werden – etwa durch einen barrierefreien Umbau des Badezimmers. Genau diese Kosten tragen Sie ohne zusätzliche Absicherung selbst.
Ist die Vereinsversicherung ausreichend?
Wenn Sie im Verein Sport treiben, besteht in vielen Fällen eine zusätzliche Absicherung. Vereinsversicherungen sind in erster Linie dafür gedacht, den Verein selbst abzusichern. Für Mitglieder bedeutet das meist nur einen grundlegenden Schutz.
Typische Einschränkungen sind:
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oft niedrige Versicherungssummen
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Versicherungsschutz nur im Training, Wettkampf und auf dem direkten Weg
Das bedeutet konkret: Spielen Sie außerhalb des Trainings – etwa spontan mit Freunden im Park – greift die Vereinsversicherung in der Regel nicht.
Typische Leistungen nach einem Sportunfall
Eine private Unfallversicherung setzt genau an dieser Stelle an. Sie leistet bei dauerhafter Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit – unabhängig davon, wo und wann der Unfall passiert – also auch beim Freizeitsport, weltweit und rund um die Uhr.
Nach einem Unfall können verschiedene Leistungen greifen:
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Einmalige Kapitalzahlung bei dauerhafter Invalidität
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Monatliche Unfallrente ab einem Invaliditätsgrad über 50 %
Die Alte Leipziger bietet Leistungen, die über die reine Invaliditätszahlung hinausgehen.
Dazu zählen unter anderem im Tarif Comfort:
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Bergungskosten: Sollte man im In- oder Ausland in einen Unfall verwickelt sein, werden die Bergungs- und Rückreisekosten übernommen (1 Mio. €).
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Gipsgeld: Bei Knochenbrüchen oder Bänderrissen ist eine finanzielle Entschädigung vorgesehen (1.000 € Gipsgeld).
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Haushaltshilfe: Sollte man nach einem Unfall im Haushalt Unterstützung benötigen, wird diese für bis zu 3 Monate finanziert (bis zu 8 Stunden täglich)
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Erleiden Sie z.B. eine Kopfverletzung, zahlen wir eine zusätzliche Invaliditätsleistung von 10.000 €, wenn Sie zum Unfallzeitpunkt einen Helm getragen haben (Helmbonus)
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Besonderer Schutz auch in luftigen Höhen: Höhenlungenödem (HAPE) oder Höhenhirnödem (HACE) aufgrund akuter Höhenkrankheit sind bei uns mitversichert (AMS).
Schon gewusst:
Damit Sie nach einem Sportunfall schnell wieder durchstarten können, bietet unser Paket Sport, Freizeit & Co. besonderen Schutz für Ihre Aktivitäten. Wird bei einem versicherten Unfall ein Sportgerät beschädigt, übernimmt die Alte Leipziger die Reparaturkosten – und für die Dauer der Reparatur zusätzlich die Leihgebühr für ein Ersatzgerät. Die Entschädigung ist auf 500 € begrenzt. Jetzt informieren!
Welche Sportarten sind versichert?
Grundsätzlich sind die meisten Freizeit- und Breitensportarten abgesichert. Dazu zählen Fußball, Handball, Schwimmen, Wandern, Radfahren und ähnliche Aktivitäten. Auch Fitness- und Freizeitsport wie Joggen, Yoga oder Golf sind versichert, ebenso wie risikoreicher Sport wie Mountainbiking oder Kitesurfen. Einschränkungen gibt es vor allem bei Motorsport-Rennen mit Fahrzeugen sowie „Aktives Fliegem“ wie z. B. Gleitschirm- oder Drachenfliegen. Ein genauer Blick in die Bedingungen lohnt sich.
So vermeiden Sie Sportunfälle in der Freizeit
Viele Sportunfälle lassen sich mit einfachen Maßnahmen vermeiden. Wer bewusst trainiert, die eigene Leistungsgrenze kennt und auf die richtige Ausrüstung achtet, kann das Risiko deutlich reduzieren – ohne dabei auf Spaß am Sport verzichten zu müssen.
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Tragen Sie einen Helm bei risikoreichen Sportarten: Ob Radfahren, Skifahren, Snowboarden oder Reiten – ein Helm kann im Ernstfall schwere Kopfverletzungen verhindern und Leben retten.
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Setzen Sie auf geeignete Schutzkleidung: Bei Sportarten wie Inlineskaten oder Skateboarden sind Handgelenk-, Knie- und Ellenbogenschützer besonders sinnvoll. Sie reduzieren das Verletzungsrisiko erheblich.
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Wärmen Sie sich vor dem Sport gezielt auf: Ein kurzes Aufwärmprogramm und leichtes Stretching bereiten Muskeln und Gelenke auf die Belastung vor und beugen Zerrungen oder Bänderverletzungen vor.
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Vermeiden Sie unnötige Risiken: Höher, schneller, weiter ist nicht immer besser. Passen Sie Intensität und Schwierigkeitsgrad an Ihr persönliches Fitnesslevel an.
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Behalten Sie Wetter und Umgebung im Blick: Gerade beim Outdoor-Sport können plötzliche Wetterumschwünge wie Regen, Sturm oder Glätte schnell zur Gefahr werden. Planen Sie Ihre Aktivitäten entsprechend.
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Achten Sie auf Pausen und Regeneration: Übermüdung und Erschöpfung erhöhen das Unfallrisiko deutlich – gönnen Sie Ihrem Körper ausreichend Erholung.
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