- Text : Marketing der ALH Gruppe
- Lesedauer : 6 Minuten
Welche Krankenversicherung haben Studierende?
Wer an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule studiert, muss krankenversichert sein. Viele Studierende sind zunächst über ihre Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert. Diese Familienversicherung ist in der Regel bis zum 25. Lebensjahr möglich. Grundsätzlich können Studierende jedoch zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen. Wer sich für die PKV entscheidet, muss sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen.
Wichtig:
Die Befreiung muss innerhalb von drei Monaten nach Beginn des Studiums bzw. innerhalb von drei Monaten nach Ende der Familienversicherung beantragt werden. Die Entscheidung gilt anschließend grundsätzlich für die gesamte Dauer des Studiums
GKV oder PKV – welche Krankenversicherung passt besser zu mir?
Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht. Die richtige Wahl hängt von den individuellen Bedürfnissen und Zukunftsplänen ab. Folgende Fragen können bei der Entscheidung helfen:
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Welche Leistungen sind mir wichtig?
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Wie hoch darf mein monatlicher Beitrag sein?
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Plane ich ein Auslandssemester?
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Habe ich einen Nebenjob?
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Möchte ich mir die Möglichkeit einer späteren privaten Krankenversicherung offenhalten?
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Ziehe ich eine Selbstständigkeit oder eine Beamtenlaufbahn in Betracht?
PKV für Studierende: Die Kurzantwort
Eine private Krankenversicherung kann besonders interessant sein für:
- Kinder von Beamten
- Studierende mit hohen Leistungsansprüchen
- angehende Selbstständige
- Personen, die sich langfristig den Zugang zur PKV sichern möchten
Wer die Unterschiede der beiden Systeme genauer verstehen möchte, findet in unserem Beitrag GKV oder PKV? Die wichtigsten Unterschiede im Überblick vertiefende Informationen.
Wie lange können Studierende in der GKV familienversichert bleiben?
Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres können Studierende in der GKV ihrer Eltern beitragsfrei familienversichert sein. Dies geht aber nur, wenn man einen Anspruch auf Familienversicherung hat. Danach endet die Familienversicherung und es greift die studentische Krankenversicherung (KVdS).
Welche Leistungen bietet die GKV?
Die einzelnen Leistungsansprüche ergeben sich aus dem Sozialgesetzbuch (SGB) V. Auf welche Leistungen man im einzelnen Anspruch hat, hängt nicht davon ab, wie viel Beitrag man zahlt. Vielmehr müssen die Maßnahmen „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein und „dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“. Das Leistungsspektrum der GKV umfasst im Wesentlichen drei Kategorien: die Prävention, die Krankenbehandlung und die Rehabilitation.
Was kostet die gesetzliche Krankenversicherung für Studierende?
Studierende die nicht familienversichert oder älter als 25 Jahre sind, werden in der Studentischen Krankenversicherung der GKV (KVdS) versichert. Hier können Sie mit einem GKV-Beitrag von ungefähr 112 Euro im Monat rechnen (ohne Pflegeversicherungsbeitrag). Dieser fiktive Beitrag basiert auf einem Einkommen in Höhe des maximalen BAföG-Satzes. Ab 31 Jahre endet dann diese Studentische Krankenversicherung und es bleibt die reguläre Versicherung.
Was gilt bei einem Nebenjob in der GKV?
Um den Anspruch auf die kostenlose Familienversicherung nicht zu verlieren, darf das regelmäßige monatliche Gesamteinkommen 565 Euro nicht überschreiten. Für die Studentische Krankenversicherung ist ein Einkommen im Rahmen eines Minijobs (603 Euro) möglich. Bei einer kurzfristen Beschäftigung in den Semesterferien oder als Werkstudent darf man auch mehr verdienen. Aber Achtung: Wenn die wöchentliche Arbeitszeit während der Vorlesungszeit mehr als 20 Stunden beträgt und es sich nicht um eine kurzfristige Beschäftigung handelt, gelten Studierende nicht mehr als geringfügig beschäftigt und sind damit auch nicht mehr über die günstige studentische Krankenversicherung pflichtversichert. Sie können sich aber freiwillig versichern. Dann richtet sich die Höhe des Beitrags nach Ihrem Einkommen.
Können Studierende sich privat krankenversichern?
Ja. Studierende können sich privat versichern, unabhängig davon, ob sie zuvor gesetzlich oder privat versichert waren. Viele private Krankenversicherer bieten spezielle Ausbildungstarife an. Auch die Hallesche verfügt über besondere Tarifregelungen für Studierende, Auszubildende und Schüler. Versicherungsfähig sind unter anderem Personen zwischen 21 und 33 Jahren, die sich in einer Ausbildung oder einem Studium befinden und keiner hauptberuflichen Tätigkeit nachgehen.
Welche Leistungen bietet die PKV für Studierende?
Die private Krankenversicherung ermöglicht einen individuell wählbaren Versicherungsschutz. Je nach Tarif können Leistungen enthalten sein, die über den Umfang der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen.
Beispielsweise bieten die NK.select-Tarife unter anderem:
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Vorsorgeuntersuchungen unabhängig vom Alter
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Leistungen für Psychotherapie
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Leistungen für Heilpraktiker
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Umfangreiche Leistungen für Zahnbehandlungen und Zahnersatz
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Freie Arztwahl
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Gesundheitsservices der Hallesche
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Attraktive Beitragsrückerstattungen
Was kostet die private Krankenversicherung für Studierende?
Die Höhe der Beiträge hängt von mehreren Faktoren ab, wie Eintrittsalter, Gesundheitszustand, gewählter Tarif und Selbstbehalt. Die Hallesche bietet spezielle Sonderbedingungen für Ausbildungszeiten an. Dadurch profitieren Studierende von vergünstigten Beiträgen, während der Versicherungsschutz des jeweiligen Tarifs erhalten bleibt.
Beiträge in der PKV
Beispielsweise zahlt ein 22-jähriger Student im Tarif NK.select L 600 aktuell rund 290 Euro monatlich inklusive Pflegeversicherung. Im Tarif NK.select L Bonus liegen die Kosten bei rund 296 Euro monatlich inklusive Pflegeversicherung und einer monatlichen Bonuszahlung von 100 Euro.
Wie viel dürfen privat versicherte Studierende verdienen?
Ein großer Unterschied zur Familienversicherung in der GKV: Als privat versicherter Student gibt es grundsätzlich keine Einkommensgrenze, die den PKV-Status beendet. Allerdings sollte die sogenannte Werkstudentenregelung beachtet werden. Wer regelmäßig mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, kann sozialversicherungsrechtlich als Arbeitnehmer eingestuft werden.
Wie sind Studierende im Ausland versichert?
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle privaten Krankenversicherungen automatisch einen weltweiten Versicherungsschutz bieten. Während eines Auslandssemesters können zusätzliche Kosten entstehen. Highlight: In fast allen Tarifen bei der Hallesche genießen Studierende bis zu 6 Monate lang uneingeschränkten weltweiten Versicherungsschutz.
Das ist besonders interessant für:
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Auslandssemester
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Praktika im Ausland
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Work-and-Travel-Aufenthalte
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Sprachaufenthalte
Was passiert mit der PKV nach dem Studium?
Die weitere Krankenversicherung hängt von Ihrem beruflichen Weg nach dem Studium ab.
Sie starten als Angestellter
Liegt Ihr Einkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2026: 77.400 Euro), werden Sie in der Regel versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung. Liegt Ihr Einkommen darüber, können Sie privat versichert bleiben.
Sie machen sich selbstständig
Selbstständige können ihre private Krankenversicherung grundsätzlich fortführen.
Sie sind zunächst arbeitslos
Die Hallesche bietet hier eine besondere Regelung: Besteht nach Abschluss der Ausbildung Arbeitslosigkeit und keine gesetzliche Versicherungspflicht, kann die Versicherung unter den Ausbildungsbedingungen bis zu 18 Monate weitergeführt werden.
Wie bleibt man nach dem Studium flexibel?
Viele Studierende wissen noch nicht, wie ihr Berufsweg später aussehen wird. Deshalb kann Flexibilität bei der Tarifwahl ein wichtiger Faktor sein. Mit der Wechseloption NK.select FLEX besteht die Möglichkeit, den Versicherungsschutz später an veränderte Lebenssituationen anzupassen – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Das kann insbesondere nach dem Berufseinstieg interessant sein, wenn sich Einkommen und Absicherungsbedarf verändern.
Wie können Studierende sich den Zugang zur PKV für später sichern?
Nicht jeder möchte sich bereits während des Studiums für eine private Krankenversicherung entscheiden. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, sich den Zugang zur PKV für die Zukunft offen zu halten. Genau dafür gibt es sogenannte Optionstarife. Sie ermöglichen es, den aktuellen Gesundheitszustand zu sichern und später – je nach Lebenssituation – ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Das kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn während des Studiums gesundheitliche Beschwerden oder Erkrankungen auftreten. Diese haben bei einem späteren Wechsel dann keinen Einfluss auf die Aufnahme oder die Konditionen.
Ihre Vorteile:
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Speicherung des aktuellen Gesundheitszustands
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Späterer Abschluss von Zusatzversicherungen ohne erneute Gesundheitsprüfung
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Option auf einen späteren Wechsel in die private Krankenversicherung
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Flexible Nutzung bei verschiedenen Lebensereignissen, beispielsweise:
- Berufseinstieg
- Arbeitgeberwechsel
- Heirat
- Geburt eines Kindes
- Ende der Elternzeit
Damit bleibt die Entscheidung über den zukünftigen Versicherungsschutz offen, ohne dass gesundheitliche Veränderungen später zum Nachteil werden.
STUDI.med – speziell für Medizin- und Zahnmedizinstudierende
Für Studierende der Human- oder Zahnmedizin bietet die Hallesche mit STUDI.med einen speziellen Optionstarif an. Der Tarif speichert bereits während des Studiums den aktuellen Gesundheitszustand. Gesundheitliche Probleme während des Studiums haben dann keine negativen Auswirkungen bei einem späteren Wechsel in die PKV. Zusätzlich beinhaltet STUDI.med einen Auslandskrankenschutz für Reisen bis zu acht Wochen sowie verschiedene Gesundheitsservices. Besonders interessant: Durch die Teilnahme an zwei Kundenbefragungen kann sich der Studierende seinen Beitrag komplett zurück verdienen.
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