Finanzen & Vorsorge

22. Juli 2026

Brauchen Studierende und Auszubildende schon eine BU?

Viele verbinden eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) mit dem Einstieg ins Berufsleben. Schließlich gibt es erst mit dem ersten festen Gehalt ein Einkommen, das abgesichert werden muss – oder? Tatsächlich lohnt es sich, sich bereits während des Studiums oder der Ausbildung mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn auch junge Menschen können berufsunfähig werden.

  • Text : Marketing der ALH Gruppe
  • Lesedauer : 5 Minuten

Kann man während Studium oder Ausbildung überhaupt berufsunfähig werden?

Die Antwort lautet: Ja. Berufsunfähigkeit betrifft längst nicht nur Menschen, die bereits viele Jahre im Berufsleben stehen. Auch Studierende und Auszubildende können durch gesundheitliche Einschränkungen daran gehindert werden, ihr Studium oder ihre Ausbildung fortzuführen.

Viele denken dabei zunächst an schwere Unfälle. Tatsächlich sind diese jedoch nur vergleichsweise selten der Auslöser einer Berufsunfähigkeit. Zu den häufigsten Ursachen zählen vielmehr psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout, gefolgt von Krebserkrankungen sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Ursachen einer BU

Gerade die Studien- und Ausbildungszeit kann mit erheblichem Leistungsdruck verbunden sein. Prüfungsstress, Zukunftsängste oder hohe Belastungen können die psychische Gesundheit beeinträchtigen. Wird das Studium oder die Ausbildung aufgrund einer Erkrankung dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum unmöglich, kann dies erhebliche finanzielle Folgen für die weitere Lebensplanung haben.

Was ist eine BU für Studierende?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert Studierende finanziell ab, falls sie durch eine Krankheit oder einen Unfall für eine längere Zeit oder sogar dauerhaft ihr Studium nicht mehr fortsetzen können und dementsprechend später auch keinen Beruf ausüben können. Im Falle einer Berufsunfähigkeit zahlt die Versicherung eine vereinbarte Rente.

Warum reicht der gesetzliche Schutz nicht aus?

Viele junge Menschen gehen davon aus, dass sie im Ernstfall automatisch über den Staat abgesichert sind. Tatsächlich besteht für Studierende und Auszubildende jedoch häufig nur ein eingeschränkter gesetzlicher Schutz. Studierende haben in der Regel keinen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente, da hierfür bestimmte Versicherungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllt sein müssen. Auch die gesetzliche Unfallversicherung greift nur in eng begrenzten Fällen – beispielsweise bei Unfällen während des Hochschulbesuchs oder auf dem direkten Hin- und Rückweg. Erfolgt die gesundheitliche Einschränkung dagegen aufgrund einer Krankheit oder eines Freizeitunfalls, besteht häufig keine finanzielle Absicherung. Dadurch entsteht eine Versorgungslücke, die im Ernstfall erhebliche Auswirkungen auf die persönliche und berufliche Zukunft haben kann. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sinnvoll , um diese Lücke zu schließen und die finanzielle Existenz zu sichern.

Warum lohnt sich der Abschluss einer BU schon vor dem Berufsstart?

Ein früher Abschluss einer BU bietet gleich mehrere Vorteile.

  • Niedrigere Beiträge durch ein junges Eintrittsalter

    Das Eintrittsalter ist einer der wichtigsten Faktoren für die Beitragshöhe. Wer seine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits während des Studiums oder der Ausbildung abschließt, profitiert häufig dauerhaft von günstigeren Beiträgen als jemand, der erst einige Jahre später eine Absicherung abschließt.

  • Gute Gesundheit verbessert die Annahmechancen

    Vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung erfolgt eine Gesundheitsprüfung. Da junge Menschen häufig noch keine oder nur wenige Vorerkrankungen haben, sind die Chancen auf einen umfassenden Versicherungsschutz oftmals besser. Wer hingegen erst einige Jahre später eine Versicherung abschließen möchte, muss möglicherweise bereits gesundheitliche Einschränkungen angeben. Diese können zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder sogar zu einer Ablehnung des Antrags führen.

  • Günstige Einstufung bleibt häufig erhalten

    Auch die berufliche Tätigkeit beeinflusst die Beitragshöhe einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Studierende werden je nach Studiengang häufig günstig eingestuft. Bei vielen Tarifen bleibt diese günstige Einstufung auch dann bestehen, wenn später ein Beruf mit höherem Risiko ausgeübt wird. Dadurch profitieren Versicherte langfristig von den günstigen Konditionen ihres frühen Abschlusses.

Was passiert nach Studienabschluss?

Viele fragen sich, ob die Berufsunfähigkeitsversicherung mit dem Studienabschluss endet. Das ist nicht der Fall. Die Versicherung begleitet Studierende auch nach dem Berufseinstieg weiter. Der aktuell ausgeübte Beruf wird automatisch abgesichert, ohne dass ein neuer Vertrag abgeschlossen werden muss. Gleichzeitig bieten viele Tarife umfangreiche Nachversicherungsmöglichkeiten. So kann die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente beispielsweise bei Berufseinstieg, Heirat oder dem Kauf einer Immobilie erhöht werden – häufig ohne erneute Gesundheitsprüfung. Dadurch wächst der Versicherungsschutz mit den eigenen Lebensumständen mit.

Worauf sollten Studierende und Auszubildende bei der Auswahl einer BU achten?

Nicht jede Berufsunfähigkeitsversicherung eignet sich gleichermaßen für Studierende und Auszubildende. Neben einem attraktiven Beitrag sind vor allem die Versicherungsbedingungen entscheidend. Sie bestimmen, wann Leistungen erbracht werden und wie flexibel sich der Versicherungsschutz später an veränderte Lebenssituationen anpassen lässt. Darauf sollte man besonders achten:

  • Studium oder Ausbildung sollte als aktuelle Tätigkeit versichert sein

    Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung bewertet die tatsächliche Tätigkeit als Student oder Auszubildender. Kann das Studium oder die Ausbildung aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls dauerhaft nicht mehr fortgesetzt werden, sollte bereits ein Leistungsanspruch bestehen. So ist die aktuelle Lebenssituation abgesichert – und nicht erst der späterer Wunschberuf.

  • Verzicht auf die abstrakte Verweisung

    Versicherer sollten auf die sogenannte abstrakte Verweisung verzichten. Dadurch kann er im Leistungsfall nicht auf ein anderes Studienfach, eine andere Ausbildung oder einen theoretisch möglichen Beruf verweisen. Entscheidend ist, ob man die aktuelle Tätigkeit noch ausüben kann.

  • Ausreichende Höhe der BU-Rente

    Auch wenn das Einkommen während Studium oder Ausbildung häufig noch gering ist, sollte die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente ausreichend bemessen sein. Die Alte Leipziger ermöglicht Studierenden beispielsweise eine anfängliche Absicherung von bis zu 2.000 Euro monatlicher BU-Rente.

  • Flexible Nachversicherungs- und Ausbaumöglichkeiten

    Mit dem Berufseinstieg oder anderen Lebensereignissen steigt meist auch der Absicherungsbedarf. Deshalb sollte sich die vereinbarte BU-Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen lassen. So wächst der Versicherungsschutz mit dem Leben mit.

  • Zusätzliche Leistungen bieten langfristigen Mehrwert

    Neben den klassischen Versicherungsleistungen können auch zusätzliche Services einen Unterschied machen. Dazu zählen beispielsweise:

    • eine mögliche Beitragspause, etwa während eines Auslandssemesters
    • Gesundheitsservices und Unterstützungsangebote während der Vertragslaufzeit
    • eine digitale Vertragsverwaltung
    • weltweiter Versicherungsschutz
    • Keine Beitragserhöhung, wenn sich das persönliche Risiko erhöht (z. B. bei Berufswechsel oder der Aufnahme von gefährlichen Sportarten)

    Gerade für junge Menschen, deren Lebenssituation sich in den ersten Berufsjahren häufig verändert, sind solche flexiblen Leistungen ein wichtiger Baustein einer zukunftssicheren Absicherung.

BU der Alte Leipziger

Studierende und Auszubildende haben in der Regel keinen gesetzlichen Schutz! Sie können aber leider genauso krank werden oder einen Unfall erleiden. Eine private Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit abfangen.

Jetzt informieren

Fazit: Der beste Zeitpunkt ist oft früher als gedacht

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt nicht das heutige Einkommen – sondern die berufliche Zukunft. Deshalb ist der beste Zeitpunkt für den Abschluss häufig früher, als viele denken. Wer sich bereits während des Studiums oder der Ausbildung absichert, profitiert häufig von günstigeren Beiträgen, besseren Gesundheitsvoraussetzungen und einer langfristig günstigen Einstufung. Gleichzeitig besteht der Versicherungsschutz bereits dann, wenn gesundheitliche Einschränkungen den weiteren Ausbildungsweg oder den späteren Beruf gefährden.

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