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2. Dezember 2022

Weihnachtsgans und Plätzchen: Was dem Magen über die Feiertage hilft

Alle Jahre wieder – die Weihnachtszeit ist für viele eine einzige Schlemmerei. Danach kommt oft der Frust: Völlegefühl und Sodbrennen setzen ein. Mit unseren Tipps schlägt Ihnen Weihnachten nicht auf den Magen.

  • Text : Marketing der ALH Gruppe
  • Lesedauer : 2 Minuten

An den bevorstehenden Feiertagen wird wieder viel und gut gekocht – und schnell hat man mehr gegessen, als man wollte und sollte. Völlegefühl, saures Aufstoßen oder Sodbrennen sind oft die Folge.

Zu Sodbrennen und saurem Aufstoßen kommt es dann, wenn der stark saure Mageninhalt in die Speiseröhre oder den Rachen zurückfließt und dort die empfindlichen Schleimhäute reizt. Die Ursache hierfür liegt letztlich beim Schließmuskel am Mageneingang, der wie ein Ventil die Speiseröhre vom Magen trennt. Normalerweise verhindert der Schließmuskel, dass Säure aus dem Magen aufsteigt. Zum so genannten Reflux kann es dann kommen, wenn der Schließmuskel zu schwach und der Druck im Mageninneren zu groß ist. Die Kraft dieses Mageneingangsventils nimmt mit zunehmendem Alter langsam ab, kann aber auch durch äußere Einflüsse wie Alkohol, Nikotin oder fettreiche Speisen beeinträchtigt werden. Wer seinen Magen dann auch noch mit zu großen Portionen unter Druck setzt, läuft schnell Gefahr, den Schließmuskel zu überfordern. Auch bei stark übergewichtigen Menschen und bei Schwangeren ist der Druck im Bauchraum erhöht – und mit ihm das Refluxrisiko.

Über den Tag verteilt kleinere Mahlzeiten

Wer zu Sodbrennen neigt, sollte keine sehr großen Portionen zu sich nehmen, sondern lieber über den Tag verteilt kleinere.

Wichtig: Die Speisen sollten stets gut gekaut werden. Beim Konsum von Alkohol und Nikotin ist grundsätzlich Zurückhaltung geboten, erst recht, wenn man zu Sodbrennen neigt

Bitterstoffe kurbeln die Verdauung an

Planen Sie Bitterstoffe, z.B. in Form von Chicoréesalat oder grünen Gemüsesorten wie Mangold in Ihr Weihnachtsmenü ein. Diese regen die Produktion von Speichel und Magensäften an und haben einen positiven Einfluss auf die Verdauung.

Hilft Schnaps bei der Verdauung?

Alkohol belastet den Magen zusätzlich, denn er hemmt die Magenmuskulatur und verlängert dadurch die Zeit, die der Speisebrei im Magen verbringt. Der Konsum hochprozentigen Alkohols nach dem Essen ist Magen-Darm-Ärzten zufolge deshalb nicht empfehlenswert. Bei der gefühlt positiven Wirkung des Alkohols auf die Verdauung handelt es sich wohl eher um einen Placebo-Effekt.

Kräutertee und Verdauungsspaziergang

Wer seinem Magen etwas Gutes tun will, sollte nach einem fettigen Essen lieber zu Tees mit Anis, Fenchel oder Kümmel greifen. Auch moderate Bewegung – etwa ein Spaziergang – tut der Verdauung gut.

Erhöhte Schlafposition wählen

Bei vielen Betroffenen treten Refluxbeschwerden hauptsächlich im Liegen auf, wenn auch die Schwerkraft dem Schließmuskel am Mageneingang nicht mehr bei der Arbeit hilft. Es ist daher ratsam, nicht zu spät am Abend zu essen und im Bett ein zweites Kopfkissen unterzulegen oder das Bett hochzustellen. Die leicht erhöhte Schlafposition verringert den Druck auf den Schließmuskel.

Was bei Medikamenten zu beachten ist

Auf Medikamente wie Antazida oder Säureblocker, die zum Teil rezeptfrei in Apotheken erhältlich sind, sollten Sie nur im Ausnahmefall zurückgreifen, raten Gastroenterologen. Auf keinen Fall sollten diese Mittel ohne ärztliche Rücksprache über einen längeren Zeitraum – zwei Wochen und mehr – eingenommen werden.

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