- Text : Marketing der ALH Gruppe
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Junge Menschen weltweit betroffen
Seit etwa 20 Jahren nehmen weltweit psychische Erkrankungen bei jungen Menschen zu, vor allem in Industrienationen. Auf der Suche nach den Ursachen führen Patrick McGorry, einer der weltweit führenden Kinder- und Jugendpsychiater aus Melbourne/Australien, und weitere renommierte internationale Expertinnen und Experten in ihrem kürzlich veröffentlichten Beitrag „The Lancet Psychiatry Commission on youth mental health“ globale Megatrends an.
Globale Megatrends begünstigen Zunahme an psychischen Erkrankungen
Dazu zählen unter anderem langanhaltende gesellschaftliche Veränderungen wie steigende intergenerationelle Ungleichheit oder unregulierte soziale Medien, aber auch Kriege und der Klimawandel.
Diese Entwicklungen führten zu steigendem Disstress, zu Entfremdung und vermehrter Einsamkeit
Professor Dr. med. Stephan Zipfel, Ärztlicher Direktor der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen
Bereits vor der Corona-Pandemie nahmen psychische Krankheiten wie Essstörungen und Angst- und Zwangsstörungen, sowie Depressionen zu. Die Ausnahmesituation der Pandemie und die mit ihr verbundene soziale Isolation, aber auch aktuelle Krisensituationen nach der Pandemie haben die Situation weiter verschärft.
Wann sollten Eltern alarmiert sein?
Gerade in der Pubertät sind Stimmungsschwankungen, Wutausbrüche oder gelegentliche Traurigkeit nicht ungewöhnlich. Halten Stimmungstiefs und Reizbarkeit jedoch über Wochen und Monate an, und werden sie begleitet durch körperliche Beschwerden wie häufige Kopf- oder Bauchschmerzen, kann dies ein Alarmsignal sein.
Weitere Symptome, die auf ernstzunehmende psychische Probleme hinweisen können:
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Anhaltende Verhaltensänderungen
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Sozialer Rückzug
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Extreme Stimmungsschwankungen
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Leistungseinbrüche in der Schule
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Riskantes oder gar selbstverletzendes Verhalten
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Veränderungen im Ess- oder Schlafverhalten
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Desinteresse an Aktivitäten, die zuvor Freude bereit haben
Hilfe erhalten
Wenn Sie sich anhaltend Sorgen um die psychische Verfassung Ihres Kindes machen, ist der erste Ansprechpartner die kinder- und jugendärztliche Praxis. Der Arzt oder die Ärztin kann – so es notwendig sein sollte – entsprechende Fachärzte und Fachärztinnen, Therapieeinrichtungen, Fachleute der Kinder- und Jugendpsychotherapie und Beratungsstellen nennen. Auch sozialpädiatrische Zentren, Familienberatungsstellen und Selbsthilfegruppen bieten zu vielen Fragen und Problemen Informationen und Unterstützung an.
Die Hallesche bietet ein umfangreiches Präventions- und Versorgungsprogramm bei psychischen Problemen an. Alle Informationen hierzu finden Sie in unserer Gesundheitswelt „Mentale Welt“. Dazu zählen z.B. das Gesundheitstelefon, Facharztservice, Online-Unterstützungsprogramme und vieles Mehr.
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