Gesundheit

Mann hat Hexenschuss beim Aufstehen
23. Mai 2024

Hexenschuss – was tun?

Wie ein Blitz fährt es plötzlich in den unteren Rücken, die Schmerzen sind heftig und Bewegung ist kaum noch möglich. Ein sogenannter Hexenschuss trifft uns zum Beispiel beim Bücken oder beim Heben eines schweren Gegenstandes. Was lässt sich akut tun?

  • Text : Marketing der ALH Gruppe
  • Lesedauer : 1 Minute

Gereizter Rücken: Auslöser

Ein akutes Lumbalsyndrom oder kurz Lumbago wird umgangssprachlich auch als Hexenschuss bezeichnet. Dabei kommt es zu plötzlichen akuten Rückenschmerzen im Kreuz, also im Lendenwirbelbereich. Meistens sind bestimmte Bück-, Hebe- oder Drehbewegungen des Rückens die Auslöser von Reizungen im unteren Rücken. Aber auch Kälte und Nässe können die Beschwerden begünstigen. Risikofaktoren sind außerdem eine schwache Rückenmuskulatur, Fehlhaltungen, Bewegungsmangel, Übergewicht und körperliche Überlastung, beispielsweise durch das Heben schwerer Lasten.

Hexenschuss - erst Hilfe mit der Stufenlagerung

Erste Hilfe bei Hexenschuss – Die Stufenlagerung

Erste Hilfe für zu Hause

Wenn uns ein Hexenschuss aus heiterem Himmel trifft, hilft im akuten Fall die Stufenlagerung: Dabei entlasten Betroffene ihre Muskulatur im unteren Rücken, indem sie sich auf einer Gymnastikmatte auf den Boden legen und die Unterschenkel in einem 90-Grad-Winkel auf einem Stuhl lagern.

Gleichzeitig können Wärmflaschen, erhitzte Kirschkernkissen oder Wärmepackungen für Entspannung der gereizten Muskeln sorgen. Auch ein warmes Wannenbad löst möglicherweise Verspannungen. Wer eine empfindliche Haut hat, sollte durchblutungsfördernde Salben und Öle zum Einreiben vorab erst auf ihre Verträglichkeit testen. Bei Bedarf können Ärzte und Ärztinnen auch Schmerzmittel verschreiben.

Bewegung statt Ruhe

Mit einem Hexenschuss spüren wir meist so starke Schmerzen über dem Kreuzbein, dass manche Bewegungen nahezu unmöglich sind. Ist gleichzeitig der Ischiasnerv gereizt, strahlen die Schmerzen möglicherweise sogar über das Gesäß bis in die Beine aus. Doch auch wenn es uns im ersten Moment als hilfreich erscheint – Bettruhe sollten wir vermeiden.

Denn in den meisten Fällen ist Bewegung trotzdem empfehlenswert. Dafür eignet sich zum Beispiel ein ruhiger Spaziergang. Der regt die Durchblutung der Rückenmuskulatur an und löst Verspannungen. Auch sanfte Bewegungen im warmen Wasser eines Thermalbads eignen sich gut, um Verkrampfungen zu lindern.

Wann zum Arzt?

Wenn zu den Schmerzen auch Lähmungserscheinungen oder Blasen- und Darmentleerungsstörungen hinzukommen, sollten Betroffene eine ärztliche Praxis aufsuchen, um sich untersuchen zu lassen. Auch eine gestörte Reizempfindung von Berührung, Temperatur oder Druck könnte ein Zeichen dafür sein, dass mehr hinter den Rückenschmerzen steckt als Muskelreizungen und -verspannungen. Sind beispielsweise Verschleißerscheinungen, Fehlstellungen oder ein Bandscheibenvorfall die Ursache der Rückenschmerzen, kommen Untersuchungsmethoden wie Röntgenaufnahmen zum Einsatz.

In vielen Fällen helfen dann eine gezielte Physiotherapie mit Krankengymnastik und Wärmeanwendungen. Eventuell erhalten Betroffene auch ein Schmerzmittel.

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