Gesundheit

Hausapotheke
4. Januar 2018

Hausapotheke kontrollieren und auffüllen

Praktisch in jedem Haushalt gibt es Arzneimittel und Medikamente, die beispielsweise von der Behandlung der letzten Erkrankung übrig geblieben sind. Doch eine gut sortierte Hausapotheke ist etwas anderes als ein Sammelsurium von alten und übrigen Medikamenten.

  • Text : Marketing der ALH Gruppe
  • Lesedauer : 2 Minuten

Ein erstes leichtes Kratzen im Hals, tränende Augen oder ein plötzlich auftretender Schnupfen lassen sich dann schnell und effektiv bekämpfen, wenn man entsprechende Medikamente im Haus hat. Natürlich dürfen die Medikamente nicht überaltert sein, denn abgelaufene Arznei wirkt unter Umständen nur bedingt oder gar nicht mehr. Oder sie kann sogar gesundheitsschädlich sein. Grund genug, insbesondere vor der Erkältungssaison die Hausapotheke zu inspizieren.

Einmal im Jahr sollte man in der Hausapotheke kontrollieren, ob alles Wichtige vorhanden, funktionstüchtig und noch haltbar ist. Dies empfiehlt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Auch über den sinnvollen Inhalt des häuslichen Medizinschrankes gibt die ABDA Tipps und zwar in Form einer kostenlos herunterladbaren Checkliste. Unter anderem wird hier auch beschrieben, welche Arzneien sinnvoll sind, wenn Kleinkinder im Haushalt leben.

Grundsätzlich sollte man kontrollieren, ob die Medikamente entsprechend ihren Vorgaben und außerhalb der Reichweite von Kindern gelagert werden. Einige Arzneien müssen beispielsweise dunkel, andere kühl und wieder andere trocken – also zum Beispiel nicht im Badezimmer – aufbewahrt werden. Informationen hierzu liefert der Beipackzettel oder das Webportal des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

Medikamente ohne Verpackung und/oder Beipackzettel

Alle Medikamente mit abgelaufenem Verfallsdatum sollten ausnahmslos entsorgt werden, denn sie können im schlimmsten Fall sogar die Gesundheit gefährden. Bestimmte Medikamenten wie Säfte, Tropfen und Salben verlieren nach dem Öffnen innerhalb von kurzer Zeit ihre Wirkung und sind daher sinnvollerweise ebenfalls zu entsorgen, selbst wenn das Haltbarkeitsdatum – dieses Datum gilt nur für ungeöffnete Einheiten – noch nicht erreicht wurde.

Außerdem rät die Apothekerkammer Bremen, Medikamente, Tabletten und Salben ohne Verpackung und/oder Beipackzettel wegzuwerfen, wenn man nicht mehr weiß, wofür oder wogegen sie gedacht oder wie lange sie haltbar sind. Apropos Beipackzettel: Ist dieser verloren gegangen, kann man die Gebrauchsinformationen im Webportal www.patienteninfo-service.de, das von der Rote Liste Service GmbH in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. betrieben wird, suchen und ausdrucken oder sich vorlesen lassen.

Nicht vergessen: Nicht nur Medikamenten, sondern auch andere Hilfsmittel wie Pflaster oder Verbandsmaterial müssen von Zeit zu Zeit ersetzt werden.

Wie Medikamente richtig zu entsorgen sind

Arzneimittel können ganz einfach über den Hausmüll entsorgt werden, so das Bundesministerium für Gesundheit, da seit dem Jahr 2005 der sogenannte Siedlungsabfall, bevor er deponiert wird, hierzulande in Müllverbrennungsanlagen verbrannt oder mechanisch-biologisch vorbehandelt wird.

Deshalb sollten auch keine Medikamente in jeglicher Form in die Toilette geworfen oder über das Waschbecken entsorgt werden, da viele Inhaltsstoffe in den Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können und so der Umwelt schaden.

Außerdem bieten einige Apotheken freiwillig an, alte oder abgelaufene Arzneimittel zurückzunehmen. Geht es um eine größere Menge empfiehlt sich die Entsorgung über die Schadstoffsammelstellen oder Medi-Tonnen der Kommunen. Weitere Hinweise, auch nach Regionen getrennt, wie Arzneien zu entsorgen sind, liefert der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Internetauftritt www.arzneimittelentsorgung.de.

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